Sind Gratisaktionen gut fürs Marketing?

Die Frage stellen sich einige Independent Autoren. Die Antwort lautet leider nur bedingt ja.

Bedingt ja, weil der Autor eine große Fanbase braucht, um die zwangsläufig folgenden negativ Rezensionen kompensieren zu können. Bei den Kindle Schnäppchen Jägern hat sich leider eine unangenehme Gattung gemischt.

Rezensenten, die nur oder fast nur kostenlose Bücher „kaufen“, um sie anschließend niederzumachen. Selbstverständlich tun sie das bei ihren „echten“ Käufen nicht. Damit wollen sie häufig nicht nur sich selbst als etwas Besseres darstellen, sondern auch Verlagsbücher puschen. Ich habe schon Bewertungen gelesen, da sträubt sich einem alles. Bei den meisten ist es aber auf nahezu jedes Buch übertragbar, nur dass Titel und winzige Teile aus dem Buch verwendet werden.

Der sicherste Schutz, den man machen kann, es nicht kostenlos anzubieten! Denn die eben beschriebene Gattung vermeidet alles, was etwas kostet.

Es gibt aber noch mehr Gründe, die gegen eine kostenlose Anbietung des eigenen Werkes sprechen.
Manchmal kommt es vor, dass ein Downloader des kostenlosen Werkes gern nachträglich kaufen möchte, nur um den Autor zu unterstützen. Doch das geht leider nicht, da er das Buch laut Amazon bereits gekauft hat, kann er es nicht noch einmal tun. Außer der Autor hat auch eine Printversion, da geht es beliebig oft.

Doch auch für das wichtige Ranking, also dem sichtbar werden in den Listen hilft es nicht, da die kostenlos Aktionen nicht in das reguläre Ranking eingreifen. Das heißt nach der kostenlos Aktion verschwindet euer Werk dahin, wo es zu vor war.

Als Rat nutzt Facebook, euren Bekanntenkreis und ggf. noch bezahlte Werbung auf E-Book Portalen.