Roman Planung

Wie entwickele ich einen Roman?

Diese Frage stellen sich immer öfter Personen, die eine Geschichte im Kopf haben, aber nicht wissen, wie sie diese zu Papier bringen sollen. Diese Frage habe ich mir selbst schon oft gestellt und stelle sie mir auch heute noch immer wieder.

Denn die Frage ist nicht leicht zu beantworten und tragischerweise kommt noch hinzu, dass jeder die Vorgehensweise anders sieht. Deshalb möchte ich nicht sagen, mach es so oder so, sondern einfach so mache ich das!

Zunächst einmal hat man eine Idee, sei es inspiriert durch einen Film, ein Buch oder durch Erfahrungen im Alltag. Dann merke ich mir diese erste Idee. Träume ich nachts davon, das heißt, wächst sie in meinen Träumen, so beginne ich, die Idee und die ersten Fantasien auf ein Blatt Papier zu notieren. (In meinem Fall in ein Notizbuch)

Ist der Gedanke etwas gereift, also wenn ich weiter davon träume und die Geschichte weitere Formen in meinem Kopf angenommen hat, beginne ich mit der Planung. Beim Planen überlege ich mir, was kann alles passieren, was sollte passieren und wo gibt es Möglichkeiten, eine Wendung einzubauen. Denn es sollte immer eine oder mehrere Wendungen geben. Nichts ist nur Gut oder nur böse, außer ihr möchtet ein Kinderbuch schreiben, dort sollte es das zwingend sein. Bücher für Jugendliche und Erwachsene hingegen bedürfen etwas mehr „Thrill“. Ein gutes Beispiel ist Dornröschen. Für Kinder ist es sehr gut, doch für Erwachsene häufig etwas „lahm“. Den Sprung in die Erwachsenen Welt hat der Film „Maleficent“ relativ gut gemeistert. Hier sehen die Zuschauer einerseits die bekannte böse Fee, erfahren aber auch etwas zu den Beweggründen und die werden immer nachvollziehbarer. Dazu kommt noch die Wendung, wobei sich die dunkle Fee von ihrem Fluch abwenden will.

Zu allen diesen Punkten mache ich mir stichpunktartige Notizen und überlege nach den ersten Seiten, was davon als Nächstes ganz gut passen könnte. Ist die Geschichte erst einmal im Lauf, so formen sich neue Aspekte automatisch nachts in meinen Träumen nach. Diese notiere ich immer wieder und so kann es auch sein, dass eine Idee im Papierkorb landet, wenn sich im Kopfkino herausstellt, das etwas nicht passt. Es immer passend zu machen bringt aber auch nichts, das merkt der Leser, wenn immer ein gottgleicher Moment eintrifft, der den Protagonisten vor Schaden bewahrt. Streicht in solchen Fällen lieber eine Idee und ggf. Kapitel und plant erneut.

Meine Planungen sind im Übrigen immer erst abgeschlossen, wenn die Korrekturarbeiten abgeschlossen sind. Bis dahin kann eine Idee hineinkommen oder auch wieder herausfliegen!

 

So zumindest mache ich es etwas Chaotischer 😉